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Authentizität: Blogartikel von fremden Autoren schreiben lassen?

Martin hat mit dem Webmasterfriday eine tolle Institution geschaffen. Jeden Donnerstag stellt er eine Frage, die Blogger auf ihren Blogs beantworten.

Echte Blogger bloggen selbst

Echte Blogger bloggen selbst (Foto: Fuse | Thinkstock)

So vernetzt sich die Blogosphäre und man kann immer wieder den eigenen Horizont um neue Blogs erweitern. In dieser Folge geht es um die Frage, ob man Blogartikel von Drittautoren schreiben lassen kann.

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Was, wenn ihr mal krank seid, oder in Urlaub, oder schlicht keine Zeit habt?

Dann gibt es keinen Blogbeitrag und bisher hat die Welt das gerade so überstanden. Wenn man unbedingt eine gewisse Aktivität aufrecht erhalten will, kann man ein paar Evergreens puffern und ggf. freischalten. Das machen viele Blogger so. Eine andere Alternative wäre es, über die Krankheit zu bloggen. Aber wer will schon von Eiterblasen und Entenpinkeln lesen?

Habt ihr schon mal einen Artikel bei einem Texter bestellt?

Ja, aber nicht für ein Blog. Blogs leben imho davon, dass man die schreibenden Personen kennenlernt und zu ihnen eine emotionale Bindung aufbaut. Das ist kein Platz für einen virtuellen Pausenclown.

Wie wäre es, wenn ihr den Namen der Person unter den Artikel schreibt?

Das wäre eine Option – aber eher für einen Themenblog, den die User mehr aus Affinität zum Thema als zum Schreiberling besuchen.

Wie sieht es mit Gastartikel-Anfragen aus?

Die trudeln hier täglich im 10er Pack ein. Allerdings geht es darin meist erkennbar um den Linkaufbau und nicht um den Inhalt. Das ist schade, weshalb ich inzwischen gar nicht mehr darauf antworte. Das beschert mir zwar ein paar unliebsame Telefonanrufe, die sind aber trotzdem schneller erledigt als hunderte E-Mail-Antworten inkl. Nachfragen.

via Webmasterfriday

Interessante Beiträge von anderen Bloggern:

Ingo schießt die Fotos für seine Blogbeiträge selbst. Das finde ich extrem charmant und es sorgt gleich noch ein Stück mehr für das Gefühl, mit einem Bierchen auf seiner Couch zu sitzen.

Tim meint zwar, dass Gastbeiträge aus der Mode gekommen sind, kann sich aber vorstellen, seine Schreibe gastieren zu lassen. Wenn ich ihm da mal nicht bald den roten Teppich ausrolle.

Sabine warnt vor den Folgen, die eine Blogpause in Bezug auf die Stammbesucher und SEO haben können. Sie gibt ein paar nützliche Tipps für den authentischen Einsatz von Fremdtexten.

Horst ist ein bloggischer Traditionalist und setzt ausschließlich auf eigene Beiträge. Auch er sieht die Wahrung der persönlichen Note als Grund dafür.

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5 Kommentare Update: 01.07.2015
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Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es schon 5 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Karin

    Ich sehe das ähnlich wie du. Ein paar Blogpausen überleben die meisten Blogs. Anders mag dies bei rein kommerziellen Blogs ausschauen.
    lg

  • Ja. Wobei ich manch kommerzielles Blog gar nicht mehr als Blog bezeichnen würde. Einiges, was da unter dieser Bezeichnung läuft, ist im Prinzip ein Onlinemagazin mit professionellen Redaktionsstrukturen.

  • 🕝 Neko

    Solange man ehrlich bleibt und dazu steht das es ein fremder Eintrag ist weil derjenige gerade neue Erfahrungen oder bestimmtes Wissen weitergebe kann finde ich es ok. Anders das fremde als das eigene Wissen auszugeben finde ich ist nicht weiter als ein betrügen des Lesers!

  • Ja, Ghostwriting verbietet sich imho. Das ist echt Leserbeschiss. Alles andere ist Geschmackssache.

  • 🕝 Alex L

    Hi,
    also ich habe auf meinem Hauptblog unter Internetblogger.de auch Gastartikelaufnahme und wenn ich per Mail solche Anfragen erhalte, schaue ich es mir genauer an. Wenn es jedoch zu den vorhandenen Blogthemen passt, sage ich nicht nein und kooperiere dann meistens mit dem Anfragenden. Bisher hat es ganz gut geklappt. Texte extra bestellen, habe ich bis jetzt nie machen müssen und werde auch zukünftig darauf verzichten, denn da ist bei mir kein Bedarf vorhanden.

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